Der Kernspintomograf (MRT) in der Radiologie am Stiglmaierplatz

MRT - Kernspintomografie

Wie macht ein Kernspintomograf (MRT) Bilder?

Die Kernspintomografie gibt Einblick in die Organe und Teile des Bewegungsapparats mit einem hohen Wasseranteil. Sie ermöglicht es, das Gewebe in sehr hoher Auflösung anatomisch exakt darzustellen. Doch wie funktioniert das?

Der moderne MR-(=Magnetresonanz)-Tomograf, den wir einsetzen, erzeugt mithilfe eines supraleitenden Magneten in seinem Inneren ein permanentes Magnetfeld von 1.5 Tesla Stärke. In diesem Magnetfeld richten sich die Wasserstoffprotonen des menschlichen Körpers mit Spin („Kernspin“) aufgrund ihrer Dipoleigenschaften parallel bzw. antiparallel aus. 

Durch Resonanz mit eingestrahlten Hochfrequenzimpulsen (Radiowellen/Gradienten) wird diese Ausrichtung vorübergehend gestört. Sie stellt sich jedoch nach Abschalten des Impulses wieder her. Die durch eine Empfangsspule aufgezeichneten Änderungen des Magnetfelds während dieses Vorganges erlauben Rückschlüsse auf die Zusammensetzung des Gewebes.

Wie lange die Untersuchung dauert, ob sie mit Risiken verbunden ist und anderes Wissenswerte erfahren Sie im persönlichen Gespräch mit uns – oder lesen Sie einfach unter den FAQ nach. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen.

Ausführlichere Erklärungen finden Sie z.B. unter:

Wikipedia - Magnetresonanztomographie

FAQ

Wie lange dauert die Untersuchung?

Die Magnetfeldänderungen, die während der Untersuchung durch die Magnetresonanz der Protonen entstehen, sind minimal. Um genügend Informationen für ein Bild zu sammeln, muss der Vorgang häufig wiederholt werden. Je häufiger, desto besser werden Kontrast und Auflösung des späteren Bildes. Die Messzeit ist somit immer ein Kompromiss aus möglichst geringem Zeitaufwand bei möglichst guter Bildqualität.

Die einzelnen Messungen (Sequenzen) dauern in der Praxis etwa 3 bis 8 Minuten. Für unterschiedliche Gewebekontraste muss jeweils eine neue Messung (Sequenz) durchgeführt werden. Damit addiert sich die Messzeit im Gerät meist auf ca. 20 bis 30 Minuten. Inklusive Anmeldung, Vorbereitung und anschließender Befundbesprechung mit dem Arzt dauert der Termin für Sie im Normalfall ca. 1 bis 1,5 Stunden.

 

Was höre ich bei der Untersuchung?

Die im MRT hörbaren Klopfgeräusche entstehen beim schnellen Wechsel der eingestrahlten Radiofrequenzen. Jede Messung hat individuelle Parameter und hört sich deshalb unterschiedlich an.

 

Ist die MRT schädlich?

Bei MRT-Untersuchungen werden die Bilder mittels Magnetfeldänderungen erstellt. Es ist dazu keine Röntgenstrahlung (ionisierende Strahlung) oder Radioaktivität nötig. In der 30-jährigen klinischen Routine, in der diese Untersuchung mittlerweile etabliert ist, konnten keinerlei Folgeschäden bei Patienten beobachtet werden. Dennoch ist es natürlich wichtig, Vorerkrankungen oder Situationen zu beachten, die gegen eine solche Untersuchung sprechen könnten.

 

Wer darf nicht mittels MRT untersucht werden?

Wegen des starken Magnetfeldes dürfen Patienten mit implantierten elektronischen Geräten (Schrittmacher, Schmerzsonden, Cochlea-Implantate) nicht im MRT untersucht werden. Wenige Zentren führen in einzelnen, dringenden Ausnahmefällen und nur unter ärztlicher Aufsicht dennoch Untersuchungen an solchen Patienten durch.

Bei Cochleaimplantaten führen wir in Zusammenarbeit mit der Herstellerfirma eine Einzelprüfung der Indikation durch und untersuchen den Patienten ggf. unter den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen.

Was kann dabei schlimmstenfalls passieren? Die implantierten Geräte können Defekte erleiden, fehlerhafte Impulse geben oder sich durch die Magnetfeldschwankungen aufheizen und Verbrennungen verursachen. Patienten mit Metallimplantaten müssen zuvor mit dem Radiologen besprechen, ob sie untersucht werden können. Ein Problem können insbesondere ferromagnetische Metalle (Eisen) sein, die durch das Magnetfeld verlagert werden oder sich ebenfalls aufheizen können. Zudem verursacht Metall Auslöschungen bei der Bildgebung.

Schwangere können, falls die Notwendigkeit besteht, mittels MRT untersucht werden Dennoch ist aus Sicherheitsgründen die Dringlichkeit der Indikation zur Untersuchung gut zu prüfen. Da es keine Studien am Menschen gibt und insbesondere in der Frühschwangerschaft negative Auswirkungen auf den Embryo nicht sicher ausgeschlossen werden können, ist in den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten, trotz fehlender Strahlenbelastung, eine MRT Untersuchung nicht zu empfehlen.

 

Platzangst, was nun?

Wenn Sie unter Platzangst leiden, informieren Sie uns darüber! Wir gehen individuell auf Sie ein. Oft genügt eine Spiegelbrille, um das Unwohlsein zu überwinden. Nahezu in allen Fällen kann Platzangstpatienten durch die intravenöse Gabe eines Beruhigungsmittels sehr gut geholfen werden. Planen Sie dann Ihre Anreise in Begleitung und ohne selbst Auto zu fahren, damit wir Sie je nach Bedarf sedieren können! Nur extrem selten muss auf eine andere Untersuchung oder ein anderes Gerät ausgewichen werden.

Vorbereitung

Kontraindikationen

In welchen Fällen die Untersuchung nicht durchgeführt werden darf, lesen Sie unter den FAQ.

Am Untersuchungstag

Kommen Sie zum vereinbarten Termin in unsere Praxis und wenden Sie sich mit Ihrem Überweisungsschein an die Kolleginnen am Empfang.

Bitte bringen Sie alle verfügbaren Unterlagen (ggf. Arztbriefe, Voraufnahmen, Röntgenbilder) zur Untersuchung mit! Sie können dem Radiologen bei der Auswertung Ihrer aktuellen Untersuchung wichtige Informationen liefern.

Anschließend nehmen Sie in unserem Warteraum Platz. Wir verfügen über Wireless LAN, in das Sie sich mit Ihrem Laptop einloggen können. Ein Passwort erhalten Sie ggf. an der Anmeldung.

Sie werden zur Untersuchung von einer unserer Kolleginnen abgeholt und zur Umkleidekabine gebracht. Hier wird mit Ihnen besprochen, ob oder welche Kleidungsstücke Sie ablegen müssen. Metallische oder elektronische Geräte können nicht mit ins MRT genommen werden, auch Schmuck ist vor der Untersuchung abzulegen.

Untersuchung

Sie legen sich, meist mit dem Rücken nach unten, auf unsere bequeme MRT-Liege. Unser erfahrenes und nettes Team wird Ihnen die Untersuchung so angenehm wie möglich gestalten und mit Ihnen über die Sprechanlage Kontakt halten.

Auch während der Untersuchung können Sie Musik hören. Liegen Sie ruhig und entspannt - wir werden Ihnen dann möglichst rasch möglichst gute Aufnahmen erstellen.

Befundbesprechung

Nach der Untersuchung werden die angefertigten Bilder nachverarbeitet, sofort elektronisch verschickt von unseren Fachärzten am Monitor ausgewertet. Anschließend werden die Befunde mit Ihnen persönlich besprochen.
Sie erhalten die Untersuchungsdaten sowohl digital auf einer CD als auch als Ausdrucke auf Papier ausgehändigt, um Sie dem überweisenden Arzt mitzubringen. Der schriftliche Befund geht – meist am gleichen Tag – per Fax Ihrem überweisenden Arzt zu.
Hinweis für Überweiser: Es besteht die Möglichkeit, einen sicheren Zugang zur elektronischen Datenversendung einzurichten. Sollten Sie Interesse haben, die Bilddaten digital zu empfangen, kontaktieren Sie uns bitte!